30 Jahre gegen Gewalt an Frauen
Gewalt gegen Frauen ist kein alltägliches Thema. Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt jedoch tagtäglich vor, jetzt und mitten unter uns. Gewalt gegen Frauen zählt zu den häufigsten Menschenrechtsverletzungen und „häusliche Gewalt“ gehört zu den brisantesten Problemen in unserer Gesellschaft. Dem Thema ist deshalb und aus präventiven Gründen innerhalb der Bildungsarbeit ein entsprechender Platz einzuräumen.Die Stiftung Frauenhaus Zürich schenkt sich und der Öffentlichkeit anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens mit einer spezifischen Bildungs-DVD einen fachlich versierten Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Thema.
Ziel der Bildungs-DVD ist es:
- junge Erwachsene und weitere Interessierte in 5 Teilen über die wichtigsten Aspekte über Gewalt gegen Frauen zu informieren,
- für die Zusammenhänge zwischen „häuslicher Gewalt“ und den geschlechtsspezifischen Machtverhältnissen in unserer Gesellschaft zu sensibilisieren,
- die rund 30-jährige Entwicklung seit der Enttabuisierung des Themas in der Schweiz zusammenzufassen.
Die DVD
gibt ua. Antworten auf folgende Fragen:
Was ist ein Frauenhaus? Wie ist das Frauenhaus Zürich entstanden? Was ist Gewalt gegen Frauen? Warum kehren gewisse Frauen zum gewalttätigen Partner zurück? Was ist mit den Kindern? Wie häufig kommt Gewalt vor? Welche Gesetze helfen den betroffenen Frauen? Was geht mich das an?
Vier Teile
der DVD sind dokumentarisch, der fünfte Teil mit
dem Titel „Und was geht mich das an?“ umfasst drei Spielszenen, die zum
Austausch im Gespräch anregen und die eigene Haltung zum Thema reflektieren
lassen.
Die DVD kann mit oder ohne spezfische Fachbegleitung eingesetzt werden.
Die fünf Teile stehen je für sich und lassen sich in beliebiger Reihenfolge anwählen. Begleitmaterial im PDF-Format ist im ROM-Bereich zu finden.
Die öffentliche Première findet am 3.September um 19.30 Uhr im Volkshaus Zürich statt.
„Bleibt stark, egal was passiert“
17. Mai 2010 im Filmpodium Stadt Zürich
11.10 Einführung ins Thema
Susan A. Peter, Stiftung Frauenhaus Zürich und
Martha Weingartner, Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich
11.20 „Risikokinder“ – Bleib stark, egal was passiert“
Film der Luzerner Regisseurin Ursula Brunner,
entstanden im Auftrag des Frauenhauses Luzern
Einleitung: Sandra Fausch, Bildungsstelle Häusliche Gewalt Luzern
12.10 Erlebte Gewalt und trotzdem stark und engagiert?
Resilienz als Fähigkeit, schwierige Erlebnisse zu bewältigen
Referat von Vreny Schaller-Peter,
Leiterin des Instituts Sozialarbeit und Recht der Hochschule Luzern
Gesamtschweizerische Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ 09:
Vom 25. November (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen) und dem 10. Dezember, (Internationale Tag der Menschenrechte fand auch dieses Jahr in der Schweiz die weltweite Kampagne statt. Die Kampagne will in diesem Zeitraum akzentuiert und vielfältig für die Anerkennung und effektive Durchsetzung von Frauenrechten als Menschenrechte werben. Auch die Stiftung hat sich mit einer Tramplakat und Jetonaktion für den Einkaufswagen mit den Telefonnummern der beiden Frauenhäuser daran beteiligt.„Er würde keiner Fliege, was zu leide tun, ....“
Gewalt gegenüber Frauen und Kindern kommt in allen Gesellschafts- und Bildungsschichten vor, in jeder Altersgruppe und in allen Kulturen — nach heutigem Wissensstand zu 92% von Männern ausgeübt.
„...aber seine Frau schlägt er spitalreif!“
Seit Einführung des Gewaltschutzgesetzes rückt die Polizei 7 x täglich wegen bei Häuslicher Gewalt aus.
Seit 30 bzw. 15 Jahren bieten die beiden Frauenhäusern Zürich und Violetta bei Häuslicher Gewalt beratende, schützende und stabilisierende Krisenintervention für Frauen und deren Kinder rund um die Uhr an.
www.16tage.ch
Ein Geburtstagsfest der anderen Art
Anlässlich des doppelten „Jubiläumsjahres“ der Stiftung Frauenhaus Zürich mit 30 Jahre Frauenhaus Zürich und 15 Jahre Frauenhaus Violetta fand am 13.Juni mit "Les Reines Prochaines" (Basel) eine besondere Veranstaltung mit über 250 Leuten statt. Les Reines Prochaines: Sie machen keinen Sinn, sie sind sinnlich, les Reines Prochaines kommentieren nicht die Politik, sie sind politisch, les Reines Prochaines machen keine Kunst, sie sind Kunst.Buchvernissage
Als Auftakt zum doppelten «Jubiläumsjahr» der Stiftung Frauenhaus Zürich (SFZ): 30 Jahre Frauenhaus Zürich und 15 Jahre Frauenhaus Violetta wurde in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung am Hottingerplatz und der Autorin Michèle Minelli eine Buchvernissage durchgeführt.«Adeline, grün und blau»
«Adeline, grün und blau» ist ein Roman, der das Tabu der häuslichen Gewalt zum Thema macht. Ungeschminkt und direkt erzählt Michèle Minelli die Geschichte der jungen Adeline, die immer tiefer abrutscht und sich beinahe im Zirkel der Gewalt und gesellschaftlichen Isolation verliert... bis sie endlich den rettenden Schritt nach aussen wagt.
Im Anschluss an die Lesung fand zudem ein moderiertes Gespräch (Marina Villa, Radio DRS 3) zum Thema häusliche Gewalt in literarischen Texten statt.
Nationale Fachtagung anlässlich des
Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2008:
«Lücken und Tücken. Dialog über die Interventionspraxis gegen Gewalt an Frauen in Ehe und Partnerschaft»www.25-11-2008.ch


