Aufgabe der Stiftung Frauenhaus Zürich
Die Stiftung Frauenhaus Zürich wurde 1980 ins "Leben" gerufen und ist seit 30 Jahren gemeinnützig anerkannt und steuerbefreit. Der Stiftungsrat ist ehrenamtlich tätig. Seit 2005 zeichnet sie vollumfänglich für die Kriseninterventionsbetriebe Frauenhaus Zürich und Frauenhaus Violetta verantwortlich. In den ersten 25 Jahren war sie ausschliesslich für den finanzielle Absicherung des Frauenhauses Zürich zuständig.
Die Stiftung wird vom Kanton mit Fr. 215'000.- (rund 10% des Budgets subventioniert). Sie untersteht der kantonalen Stiftungsaufsicht und wird jährlicht duch die Treuhandfirma BDO AG geprüft.
Der Sitftungshauptzweck umfasst die Trägerschaft von Frauenhäusern mit dem Ziel von Schutz, Notunkterkunft und Beratung für gewaltbetroffene Frauen/Mütter und deren Kinder, rund um die Uhr und während des ganzen Jahres.
Im Rahmen einer Reorganisation hat sich die Stiftung 2004 für die Schaffung einer Geschäftsstelle entschieden. Damit hat die Stiftung eine professionelle Antwort auf die stetig gestiegenen Anforderungen und komplexer gewordenen Managementaufgaben gefunden, mit denen Non Profit-Organisationen seit einigen Jahren konfrontiert sind. Die Aufgaben der Geschäftsleiterin sind
- die operative Umsetzung der Stiftungsratsentscheide
- die Finanzmittelbeschaffung und Fundraising
- die betriebsübergeordnete Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit
- das Qualitätsmanagement bezüglich Kerngeschäft der beiden Frauenhäuser sowie
- die Weiterentwicklung der inneren Organisationsstrukturen
Kleiner Rückblick
Neben dem Frauenhaus Zürich zeichnet die Stiftung seit anfangs 2005 auch für das Frauenhauses Violetta – für Migrantinnen verantwortlich. Das vor 10 Jahren von der Stadt aufgebaute Frauenhaus, wurde nach fünf Betriebsjahren an die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ausgelagert. Nach weiteren fünf Jahren wechselte das Frauenhaus Violetta aus Restrukturierungsgründen von der bisherigen Trägerschaft zur Stiftung Frauenhaus Zürich. Der sehr wichtige und wertvolle Kriseninterventionsbetrieb findet nun in der Stiftung Frauenhaus Zürich seine dritte Trägerschaft. Das migrationsspezifische Fachwissen der Mitarbeiterinnen ist eine wichtige Ressource in der professionellen Beratungsarbeit für von Gewalt betroffenen Frauen aus anderen Herkunftsländern.
Die 1980 gegründete Stiftung Frauenhaus Zürich hatte in der Aufbauphase
eine ganz wichtige gesellschaftspolitische Funktion. Fünf Politikerinnen
und die Vertreterinnen des Verein zum Schutz misshandelter Frauen
standen als Stiftungsrätinnen für die Finanzierung des
Frauenhausbetriebes durch öffentliche Gelder ein. Es galt diese - aus
heutiger Sicht selbstverständlichen Haltung - politisch zu vertreten.
So verpflichtete sich die Stiftung mit ihrer Zweckformulierung der
langfristigen Finanzierungssicherung des Frauenhauses Zürich.
Nach einer Reorganisationsphase auf Strukturebene wurde die Zusammenarbeit und die Aufgabenteilung zwischen Stiftung und Verein zum Schutz misshandelter Frauen neu definiert. Per August 2004 hat die Stiftung die vollumfängliche Trägerschaftsverantwortung vom Verein übernommen. Der bisherige Trägerverein unterstützt seitdem als Förderverein das Kriseninterventionsangebot für von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kinder in Zürich ideell und finanziell.


